Alles
Neue macht der Mai.
So ähnlich trug es sich zu, als Thomas Diederich mit seinem
Praktikum bei uns startete. Zuerst wollte er einige Wochen bleiben,
doch nun wird er wohl über ein Jahr bei uns bleiben.
Durch seine Mitarbeit
ist sogar eine neue Redaktion entstanden: Glaubenswert.
Doch
nun
der Reihe nach:

„Im
Selbstfahrerstudio spielte die Musik. Als
Vierzehnjähriger
beschränkte ich meine Moderation auf wenige Worte. Wie gerne
hätte ich den Redakteur im Studio zum Beruf gemacht.
Die Faszination ist
bis heute geblieben, nunmehr allerdings
über
die Möglichkeit, Wesentliches an Hörer oder Leser
weiterzugeben.
Nach dem Abitur erlernte ich jedoch das „Handwerk“
des Polizeibeamten.
Gut ausgebildet, stieß ich auf einen Alltag in der Praxis, an
dem
ich mir die Zähne ausbiss. Mehr und mehr richteten sich meine
Blicke auf die Schattenseiten im Wirkungsfeld des
„freundlichen
Helfers“, was sich auch nicht änderte, als ich mich
mit
einem Studium für höhere Aufgaben qualifizierte.
Aus
eigener Kraft vermochte ich keinen Ausweg zu finden. Ich brauchte einen
starken Helfer an meiner Seite.
So bekannte ich mich mit 27 Jahren vor Dritten als Sünder, bat
um
Vergebung und bekundete, mein Leben fortan unter die Herrschaft Jesu
Christi zu stellen und es gemeinsam mit Ihm zu gestalten.
Möglichkeiten
boten sich, der Berufskrise abzuhelfen und mir einen geeigneteren
Broterwerb auszuwählen.
Allein ich war nicht mutig genug, den Absprung zu wagen und neu zu
beginnen.
Auf meinem noch recht jungen Weg mit dem Herrn sah ich mich noch nicht in der Lage, mich völlig seiner Führung anzuvertrauen und bar jeden Zweifels die nächsten richtigen Schritte zu gehen.
Meine Schwermut als Krankheit führte mich nach weiteren schwierigen Jahren zum Amtsarzt, der entschied, dass ich in die allgemeine Verwaltung wechseln müsse, um nach einer weiteren Qualifizierung dort weiter zu arbeiten.
Auch
im
Innendienst
bei der Verwaltung gewann ich recht schnell den Eindruck, dass Jesus
mir auch diesen Beruf nicht ins Herz gelegt hat.
Trotzdem kämpfte ich zwei weitere Jahre auf einem sehr
attraktiven
Arbeitsplatz. Hier streckte ich erst die Waffen, nachdem mir
für
die Personalführung verantwortliche Kollegen rieten, mich
vorzeitig zur Ruhe setzen zu lassen und nach neuen, passenderen
Arbeitsfeldern umzusehen.
Lebte ich auch bis zum 37. Lebensjahr als Single, hatte ich mir doch
stets die passende Frau gewünscht, mit der ich mein Leben
gemeinsam gestalten kann.
Bei
meiner Suche nach einer Partnerin entdeckte ich erstmalig, wie Gott
Gebet erhört:
Er lenkte meinen Blick auf eine Kontaktanzeige in einem christlichen
Magazin. Darauf bat ich Ihn, mir eine dauerhafte Beziehung mit der
Inserentin anzubahnen.
Nun blicken wir beide schon auf vier Jahre gemeinsamen Austausches zurück und richten unsere Blicke schon auf eine Ehe in naher Zukunft.
Nun bin ich 40 Jahre alt und versuche mit Jesu Hilfe und therapeutischer Unterstützung einen Berufsweg einzuschlagen, wo ich fürderhin bekennen kann: Hier ist der Ort, wo ich Gott ohne belastende gesundheitlichen Einbußen nach besten Kräften dienen kann.
Im März dieses Jahres las ich im Magazin „Er.lebt“ des Missionswerkes Neues Leben einen Beitrag über ein Medienseminar im Mai dieses Jahres.
Nachdem
mich mein
Bruder und seine Frau als Mitchristen ermutigten hier teilzunehmen,
griff ich direkt zum Hörer, um mich bei Mark-Torsten Wardein
anzumelden.
Im Laufe unseres Gesprächs erwähnte Mark-Torsten auch
die
Möglichkeit, ein Praktikum bei Radio Amigos zu
absolvieren.
Das journalistische Handwerkszeug bei einem christlichen
Sender
kennen zu lernen, davon habe ich damals im Selbstfahrerstudio noch
nicht geträumt, Faszination hin oder her.
Dem Herrn sei Dank für Wege, Umwege und Irrwege. Sich ihm
anzuvertrauen, lohnt sich.
Er schafft Möglichkeiten, wo Menschen denken, es gebe sie
nicht.
"Möge er mich weiterhin dorthin führen, wo sich
zeigt, dass
er auch durch mein Wirken verherrlicht wird.“
Soweit die Vorstellung von unserem Praktikanten Thomas Diederich
Da
Thomas Diederich im östlichen Teil des Rhein-Sieg Kreises
wohnt, kam mir die Idee:
Wie wäre es mit christlichen Beiträgen im
Bürgerfunk?
Nach
dem
Gesetz in
Nordrhein-Westfalen müssen 15 % der Sendezeit im Privatradio
für gesellschaftliche Gruppen und Einzelpersonen
geöffnet
werden.
Nachdem Thomas alles recherchiert hatte, machten wir uns auf den Weg zu
Radio Bonn-Rhein Sieg.
In Bonn-Beul angekommen, suchten wir dann die
„Radiowerkstatt“ für den
Bürgerfunk. Die Studios
des Bürgerfunks befinden sich im gleichen
Gebäude wie
der Privatsender. Sie werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern
betrieben.
Es gibt verschiedene Gruppen, die jeweils ein Programm
betreuen.
Diese Sendungen werden zu festen Zeiten im Privatradio
ausgestrahlt.
Der Studioleiter, ein Gymnasiallehrer, begrüßte uns
und war
ganz erfreut: „Beiträge aus dem östlichen
Teil des
Rhein-Sieg Kreises fehlen uns noch, und dass es christliche
Beiträge sind, ist kein Problem.“
Nun können wir den Studioleiter anrufen und Thema sowie
gewünschte Sendezeit durchgeben.
Er sucht dann das richtige Programm aus, wo unser Beitrag dann
eingebaut wird. Zum Beispiel gibt es gesellschaftliche oder
wissenschaftliche Sendungen, wo christliche Beiträge ihren
Platz
finden können.
Thomas Diederich fand einen guten Namen: Glaubenswert.
Nun
stehen weitere Schritte auf dem Programm: Die Internetseite
„Glaubenswert“ muss gestaltet werden.
Auf der Webseite der „Radiowerkstatt –
Bürgerfunk“ wird ein Hinweis eingebaut, der die
interessierten Hörer zu unserer Seite leitet.
Dort erfährt der Leser dann mehr über den Glauben und
die Redaktion.
Wir haben inzwischen mit verschiedenen Kirchen im östlichen
Rhein-Sieg Kreis Kontakt aufgenommen, um sie in die Arbeit mit
einzubinden. Es gibt schon mehrere positive Reaktionen.
Die Redaktion „Glaubenswert“ gehört wie
AMIGOS,
ALTERNATIVA-C und INFO-G zur Radioarbeit AMIGOS von Neues Leben und wir
von mir betreut.
Thomas Diederich wird für die Beiträge verantwortlich
sein.
Geplant sind kurze Interviews und Reportagen, die interessante
christliche Arbeiten oder Personen vorstellen.
Ich
könnte mir vorstellen, dass wir in Zukunft Seminare
für
interessierte Gemeinden oder Einzelpersonen anbieten, die in den
Bürgerfunk einsteigen wollen.